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Sustainable Aviation Fuel und die Reduzierung der CO₂-Auswirkungen von Crew-Change-Reisen

Scope-3-Emissionen stellen für den Schifffahrtssektor eine komplexe und häufig unterschätzte Herausforderung dar. Während Emissionen aus dem Schiffsbetrieb den größten Beitrag zum CO₂-Fußabdruck der Branche leisten, sind die mit der Luftfahrt verbundenen Emissionen, die für unvermeidbare Crew-Wechsel anfallen, keineswegs zu vernachlässigen. Nahezu jede Rotation, Repatriierung und Mobilisierung ist auf Flugreisen angewiesen – und damit ein zentraler Baustein jeder glaubwürdigen Dekarbonisierungsstrategie.

ATPI Halo, die Nachhaltigkeitsdivision des führenden globalen Anbieters von Reisedienstleistungen und -lösungen ATPI Marine Travel & ATPI Energy Travel, bietet Schifffahrtskunden mit dem Rahmenwerk „Messen, Reduzieren, Kompensieren“ einen klaren Ansatz. Zunächst werden die Emissionen aus Crew-Change-Reisen präzise gemessen. Anschließend werden in Zusammenarbeit mit den Kunden (oder Crewing-Managern) Reduktionsstrategien aufgezeigt – etwa durch die Auswahl von Lieferanten, intelligenteres Routing, die Abstimmung von Richtlinien und datengestützte Entscheidungsfindung. Schließlich werden dort, wo Emissionen nicht vermieden werden können, Kompensationen über CO₂-Kompensationen und/oder brancheninterne Reduktionsmechanismen wie Sustainable Aviation Fuel als praktikable Wege zu unmittelbarer Wirkung angeboten.

Sustainable Aviation Fuel verstehen

Sustainable Aviation Fuel, häufig als SAF bezeichnet, ist eine bewährte Alternative zu herkömmlichem Kerosin. Hergestellt aus erneuerbaren Abfall- und Reststoff-Rohmaterialien wie gebrauchten Speiseölen und tierischen Fetten, ermöglicht es im Vergleich zu fossilem Kerosin erhebliche Treibhausgasreduktionen über den gesamten Lebenszyklus. Nach etablierten Lebenszyklusbewertungsmethoden, darunter CORSIA, kann der Einsatz von SAF in Reinform die Emissionen über den Lebenszyklus des Kraftstoffs um bis zu 80 Prozent senken.

Die Umweltvorteile gehen über CO₂ allein hinaus. Von Neste zitierte wissenschaftliche Forschung zeigt, dass fossiles Kerosin aufgrund von Nicht-CO₂-Effekten eine deutlich höhere Klimawirkung hat als allein durch seine CO₂-Emissionen. SAF verursacht geringere Partikelemissionen, was zu weniger Kondensstreifenbildung und damit zu zusätzlichen Klimavorteilen führt. Wichtig für Betreiber: SAF ist ein Drop-in-Kraftstoff. Er wird mit herkömmlichem Kerosin gemischt und erfordert keine Anpassungen an Flugzeugtriebwerken oder der Flughafeninfrastruktur.

Im Gegensatz zur CO₂-Kompensation, bei der Emissionen durch Investitionen in hochwertige, zertifizierte umweltwirksame Projekte ausgeglichen werden, ermöglicht SAF eine direkte und brancheninterne Emissionsreduktion. Praktisch bedeutet das: Es reduziert Emissionen aus der Luftfahrt selbst, statt sie nach der Reise über externe Projekte auszugleichen. Für maritime Organisationen, die messbare Fortschritte bei Scope-3-Zielen anstreben, ist dieser Unterschied entscheidend.

Was „Book and Claim“ wirklich bedeutet

Einer der wichtigsten Aspekte ist zu verstehen, wie SAF bilanziert wird. Über ein Book-and-Claim-Modell wird der physische Kraftstoff in die bestehende Flughafeninfrastruktur eingespeist und von mehreren Fluggesellschaften genutzt. Die Kraftstoffpipelines sind nicht airlinespezifisch, sodass von einer Organisation gekauftes SAF letztlich von mehreren Carriern und Flugzeugen genutzt werden kann.

Dieses Modell wird häufig mit Grünstrom verglichen. Wenn ein Unternehmen erneuerbaren Strom kauft, bedeutet das nicht, dass genau diese Elektronen sein Gebäude versorgen. Stattdessen stellt der Kauf sicher, dass erneuerbare Energie ins Netz eingespeist wird. SAF funktioniert genauso. Wenn ein maritimer Betreiber über ATPI Halo in SAF investiert, wird der Kraftstoff in das Luftfahrtsystem eingespeist und die damit verbundene Emissionsreduktion dem Käufer zugeordnet.

Entscheidend ist, dass alle Käufe in einem offiziellen SAF-Register auf den Namen des Käufers erfasst werden, wodurch Doppelzählungen verhindert und Greenwashing-Risiken reduziert werden. Kunden können entweder über Sammelkäufe teilnehmen, die an definierte Treibhausgas-Reduktionsziele gekoppelt sind, oder indem sie pro Flugtransaktion einen Beitrag ansammeln und so auf einen verifizierten Registereintrag hinarbeiten. Dadurch wird SAF auch für Betreiber zugänglich, die nicht die Größenordnung haben, um direkt mit Produzenten zu kontrahieren.

Ein praktischer Schritt hin zu CO₂-ärmeren Crew-Change-Reisen

Für maritime Entscheider, die operative Resilienz mit Nachhaltigkeitsverpflichtungen in Einklang bringen, ist SAF eine praktikable und zunehmend kosteneffiziente Lösung. Es lässt sich nahtlos in bestehende Crew-Change-Reiseprogramme integrieren, erfordert keine operative Umstellung und liefert direkte Emissionsreduktionen in der Luftfahrt.

Über ATPI Marine Travel und ATPI Halo erhalten Betreiber strukturierten Zugang zu SAF über einen etablierten Anbieter – ergänzt durch transparente Berichterstattung und Governance. In einer Branche, in der Flugreisen für das Wohl der Crew und globale Mobilität unverzichtbar bleiben, bietet SAF bereits heute einen glaubwürdigen Weg, die Scope-3-Auswirkungen zu reduzieren.

Die Optimierung der Crew-Change-Logistik für operative Exzellenz bedeutet heute auch, deren Umweltfußabdruck zu verringern. Mit der richtigen Strategie und dem richtigen Partner ist nachhaltiges Crew-Change-Reisen keine Zukunftsvision mehr, sondern ein konkreter Schritt hin zu CO₂-ärmeren Abläufen.

Besuchen Sie ATPI Halo, um Ihre Reise zu beginnen und Scope-3-Emissionen mithilfe von Sustainable Aviation Fuel zu reduzieren.